Historie des Sportfischerverein Nordhorn e.V.

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Die Bildung des Vereins geschieht zum ausdrücklichen Zweck, interessierten Sportfischern Gelegenheit zur Ausübung des Angelsports zu bieten. Außerdem sollen Sportfischer den sportlichen Geist pflegen und die gesetzlichen Bestimmungen beachten und befolgen". Dieser Passus aus dem Gründungsprotokoll des Sportfischervereins Nordhorn stammt aus dem Jahre 1934. Etwa 15 Nordhorner Angler hatten sich am 1. April 1934 zusammengefunden, um einen Fischereiverein zu gründen. Zum 1. Vorsitzenden wurde Heinz Scholten gewählt. Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte am 23.10.1934. Zu diesem Zeitpunkt zählte der "Sportfischerverein Nordhorn e.V." bereits 40 Mitglieder. In der Folgezeit gab es einen mehrmaligen Wechsel des 1. Vorsitzenden, bis 1939 Willy Kinne dieses Amt übernahm.

historie6Als Kinne bald darauf zur Wehrmacht eingezogen wurde, übernahm Heinrich Kammeyer kommissarisch die Vereinsleitung. Bereits 1934 gelang es, einen Teil der "Linksemsischen Kanäle" anzupachten und den Pachtvertrag 1936 auf das gesamte Kanalnetz auszudehnen. Während des nationalsozialistischen Regimes war auch die Angelfischerei straff organisiert, und jeder Verein musste dem "Reichsverband deutscher Sportfischer" angehören. Die erste Mitglieder-  versammlung nach dem Ende des 2. Weltkrieges fand bereits 1945 in der damaligen Kriegerhalle statt. Die Vorstandswahl bestätigt Willy Kinne als 1. Vorsitzenden. Er hat dieses Amt 37 Jahre lang mit großem Engagement ausgeübt, und es ist zum großen Teil sein Verdienst, dass der Verein heute einer der größten und angesehensten Fischereivereine im Norddeutschen Raum ist.

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Der Einzugsbereich des Vereins beschränkt sich nicht nur auf Nordhorn. Bereits 1936 gab es eine Ortsgruppe in Schöninghsdorf, der damals 12 Mitglieder angehörten.Am Ende des Gründungsjahres 1934 gehörten dem Verein etwa 40 Mitglieder an. Die Zahl der Vereinsangehörigen nahm stetig bis zum Jahre 1939 zu, um sich dann zwangsläufig bis Ende der Kriegsjahre fast bis auf den Nullpunkt zu reduzieren. Aber, wie bereits erwähnt, trafen sich im Spätherbst 1945 engagierte Sportfischer, um mit dem Neubau und der Neuorganisation des Vereins zu beginnen. Bereits 1947 konnte ein erheblicher Zuwachs festgestellt werden, sicherlich auch bedingt durch den Bevölkerungs-    zuwachs unserer Region infolge der vielen Vertriebenen und Flüchtlinge.

 

Aus den Kassenbüchern und Protokollen ergeben sich nachstehende Zahlen:

Ende 1951 - 228 Mitglieder

Ende 1953 - 305 Mitglieder

Ende 1964 - 650 Mitglieder

Ende 1975 - 1283 Mitglieder

Ende 1980 - 1692 Mitglieder

Ende 1983 - 2063 Mitglieder

Ende 2008 - 2300 Mitglieder

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Im Jubiläumsjahr 1984, dem 50 jährigen Bestehen des Vereins, stieg die Vereinsgröße auf 2.180 Angler an. Danach war ein gravierender Mitgliederschwund zu verzeichnen. Die Ursache lag im Wettfischverbot in der Bundesrepublik, das Untersagen der Lebendhälterung der gefangenen Fische und nicht zuletzt das Verbot des Raubfischfanges mit lebenden Köderfischen. Viele Angler, auch anderer Vereine in Grenznähe, wanderten zur Ausübung ihres Hobbys in die Niederlande ab. Inzwischen gibt es dort aber zum Teil strengere Verbote als bei uns.

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Der Jahresbeitrag vom 1.4.1934 betrug bis 1939 12,00 Reichsmark. Der Vereinskassierer holte monatlich persönlich eine Mark bei den Mitgliedern ab. Wie oft mag er wohl vergeblich mit der "Fietse" vorgefahren sein, wenn er Leute nicht antraf, diese im Moment nicht zahlen konnten oder um Aufschub baten. Der Lohn des Kassierers war ein Zehntel des mühsam eingesammelten Geldes. Unter dem Vorsitz von Willy Kinne wurde 1939 der Beitrag auf 10,00 RM reduziert, musste jedoch in einer Summe im voraus bezahlt werden. Diese Änderung wurde natürlich nicht sofort und ohne Widerspruch akzeptiert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und verbalen Rangeleien setzte sich jedoch die Vernunft durch, lagen doch wesentliche Vorteile auf der Hand, denn der Verein verfügte somit bereits am Anfang des Jahres über die Beiträge, konnte einen genauen Bedarfsplan, z.B. Besatzmaßnahmen, größere Anschaffungen und höhere Pachtangebote abgeben und akzeptieren. Diese Beitragshöhe blieb bis 1960 konstant und wurde ab 1961 auf 12,00 DM angehoben. Gleich nach dem Kriege sah man, wenn man nicht gemeinsam mit dem Bus zum Angeln fuhr, an der Angelstrecke 1 bis 2 Autos, ein paar Motorräder und sonst nur "Fietsen". Heute sind am Wasser die Zweiräder verschwunden.Im Jubiläumsjahr 1984 nahmen am Anangeln im Ems-Vechte-Kanal bei Klausheide 275 Mann teil, ein absoluter Rekord. Früher gab es regelmäßig Vergleichsfischen mit Nachbarvereinen, ab und zu sogar mit Anglern jenseits der niederländischen Grenze.

Zugehörigkeit des SFV Nordhorn zu Verbänden

  • ab 1934 – Reichsverband Deutscher Sportfischer, Berlin
  • ab 1945 – Verband Deutscher Sportfischer, Offenbach
  • ab 1953 – Mitglied im Landesfischereiverband Weser-Ems 
  • ab 1953 – Mitglied im Bezirksfischereiverband Emsland 
  • ab 2013 – Mitglied im Deutschen Angelfischerverband e.V. 
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